Bundestag > Brauchen wir 614 Bundestagsabgeordnete?

Nein, von den derzeit 614 Bundestagsabgeordneten sind viele überflüssig. Z.B. bei Wikipedia [www.wikipedia.de] hat das deutsche Volk bewiesen, dass es gar nicht so dumm und bevormundungsbedürftig ist, wie die politischen Parteien und ihre Helfershelfer uns weismachen wollen. Würde das Potential genutzt werden, das heute schon in der Bevölkerung vorhanden ist, könnte die Anzahl der Bundestagsabgeordneten drastisch reduziert werden. Artikel 38 GG: (3) Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz.

Dein Wille geschehe - Wählen wie ein mündiger Bürger

 
Fühlen Sie sich beim Wählen und bei der Frage, welcher politischen Partei Sie beitreten sollten, auch manchmal an die DDR / an den real existierenden Sozialismus erinnert?
 
Gast: Herr Ober, ich hätte gerne Kotelett mit Reis.
 
Ober: Kotelett mit Reis führen wir nicht. Sie können entweder Kotelett mit Nudeln oder Fisch mit Reis bestellen.
 
Noch drastischer:
 
Ich darf wählen ob ich Schlagsahne mit Brechmitteln oder Vanille-Soße mit Brechmittel bestelle. (Angesichts der wachsenden Anzahl der Nichtwähler und angesichts der untersten Position von Politikern auf der Vertrauensskala scheine ich nicht der einzige zu sein, der so empfindet.)
 
 
Bei einem demokratischen Wahlsystem, müsste jeder Wähler bei Bundestagswahlen z.B. 100 Stimmen haben.
 
Jemand, der z.B. dem Thema Abschaffung des Kündigungsschutzes oder der Förderung von erneuerbaren Energien höchste Priorität einräumt, kann seine 100 Stimmen demjenigen geben, von dem er sich aufgrund dessen fachlicher und persönlicher Kompetenz unabhängig von Parteizugehörigkeit und Geschlecht die höchste "Durchschlagskraft" verspricht. (Motto: Hauptsache gut)
 
O Kompetenzträger Neuordnung des Arbeitsrechts (A)
O Kompetenzträger Einsatz erneuerbarer Energien (E)
 
Möglich wäre auch, jedem der Fachleute z.B. 50 Stimmen zu geben.
 
Im ersten Fall hat die Stimme des Abgeordneten bei Abstimmungen ein Gewicht von 100, im zweiten Fall ein Gewicht von 50.
 
Beide Fachleute versprechen/garantieren, dass sie nur an (Diskussionen und) Abstimmungen teilnehmen, von denen sie etwas verstehen bzw. für die sie vom Wähler mit Stimmkraft ausgestattet wurden.
 
Denkbar wäre, auch dass A und E sich zur "grünschwarzen" Partei zusammenschließen, die sich im Parlament ausschließlich um Arbeitsrecht und erneuerbare Energien kümmert.
 
Wer seine Stimmen nicht bundesweit zu bestimmenden Experten geben möchte, kann seine 100 Stimmen auch einer traditionellen Partei geben oder sie auf zwei oder mehr etablierte Parteien aufteilen. (Motto: Hauptsache schwarz, rot, gelb, grün, ...)
 
O schwarz (S)
O rot (R)
O blau (B)
O grün (G)
 
Angenommen, es gäbe insgesamt 50 Kompetenzbereiche. Dann hätten diese "Multikompetenz-Abgeordneten" der Parteien bei Abstimmungen jeweils zwei Stimmen.
 
Wer keine der etablierten Parteien für wählbar hält, hat die Möglichkeit, seine Stimmen einem parteilosen Kandidaten des Deutschen Frauenbundes bzw. des Deutschen Männerbundes zu geben. (Motto: Hauptsache Frau/Mann)
 
O Frau (F)
O Mann (M)
 
Wer auch dort niemanden findet, von dem er sich im Bundestag vertreten lassen möchte, kreuzt an:
 
O Mir passt das ganze System nicht. Am liebsten würde ich auswandern, (eine der "Schmuddel-Parteien" wählen) oder mich an einer Revolution beteiligen.
 
Beispiel Abstimmung mit 8 Abgeordneten über erneuerbare Energien:
 
A: 0 Stimmen
E: 100 Stimmen
S: 2 Stimmen
R: 2 Stimmen
B: 2 Stimmen
G: 2 Stimmen
F: 2 Stimmen
M: 2 Stimmen
 
Beispiel Abstimmung mit 8 Abgeordneten über Arbeitsrecht:
 
A: 100 Stimmen
E: 0 Stimmen
S: 2 Stimmen
R: 2 Stimmen
B: 2 Stimmen
G: 2 Stimmen
F: 2 Stimmen
M: 2 Stimmen
 
Beispiel Abstimmung mit 8 Abgeordneten über Gesundheitsreform:
 
A: 0 Stimmen
E: 0 Stimmen
S: 2 Stimmen
R: 2 Stimmen
B: 2 Stimmen
G: 2 Stimmen
F: 2 Stimmen
M: 2 Stimmen
 
Helmut Krause

Abstimmungsverfahren

Bei 61 Mio. Wahlberechtigten könnte man einwenden, das Verwalten von 6 Mrd. Stimmen für eine einzige Bundestagswahl sei viel zu aufwendig.
 
Gegenargument: Wir nutzen einfach bereits vorhandene Banktechnik.
 
Für jeden der 61 Mio. Wahlberechtigten wird ein "Wahlkonto" eingerichtet.
 
Auf dieses überweist der Bundeswahlleiter zu jeder Bundestagswahl einen "Wahleuro".
 
Mit seiner PIN und einer TAN-Liste "verbraucht" der Wähler in der Wahlkabine sein "Guthaben". (Nicht verbrauchtes Guthaben verfällt oder kann bei der nächsten Wahl eingesetzt werden?) Um das Risiko von Mißbrauch und Wahlbeeinflussung zu minimieren darf das Stimmrecht nur bei nachgewiesenem Auslandsaufenthalt und bei Gehbehinderung außerhalb der geschützten Wahlkabinen ausgeübt werden.
 
Zum Schutz des Wahlgeheimnisses erhalten die gewählten Kandidaten nur einen (elektronischen) Kontoauszug mit dem erzielten Vertrauensguthaben in den z.B. 50 Kompetenzbereichen. Entsprechend diesem "Profil" wird abgestimmt.
 
Im Ergebnis bedeutet dies, dass z.B. eine gewählte parteilose 100-Prozent-Fachkraft bei ihrem Spezialthema 49 "Multifunktions-Stimmvieh-Hinterbänkler" aus den politischen Partein überstimmen kann.
 
 
Kann man das mal im kleinen Rahmen testen?
 
Na klar.
 
Dazu brauchen Sie nichts mehr als ein herkömmliches e-Mail-Programm.
 
Für jeden Wähler richten Sie eine E-Mail-Adresse ein.
 
Jeder Wähler hat das Recht Ihnen zehn e-Mails zu schicken.
 
E-Mails, die im Betreff A 01 haben, sortiert ihr e-Mail-Filter dem Verzeichnis des Kandidaten A für den Kompetenzbereich 01 zu.
 
E-Mails, die im Betreff B 02 haben, sortiert ihr e-Mail-Filter dem Verzeichnis des Kandidaten B für dessen Kompetenzbereich 02 zu. etc.
 
So erfahren Sie, wie viel Kompetenz Ihre Wähler Ihren Kandidaten für welche Kompetenzbereiche zusprechen.
 
Mit diesen Werten nehmen die Gewählten an Abstimmungen teil.
 
Probieren Sie es einfach mal aus. Sie werden begeistert sein.
 
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie einfach an: 0891238754.
 
Helmut Krause

Brauchen wir 614 Bundestagsabgeordnete?

Zu diesem Thema hat Stefanie Galla eine Diskussion unter www.xing.com/app/forum?op=showarticles&id=4359353 eröffnet.

Helmut Krause